Apnoetauchen/ Freediving für Surfer

 

Beim Wellenreiten gehören Waschgänge, das heißt von einer gebrochenen Welle unter Wasser gedrückt zu werden bzw. in der gebrochenen Welle hin- und hergewirbelt zu werden dazu.

 

Wem das bei der gegebenen Wellenhöhe Angst bereitet, wird keinen Spaß am surfen haben.

Apnoetrainig kann beim surfen immer dann hilfreich sein wenn man sich bei der gegebenen Wellenhöhe nicht wohl fühlt.

 

Surfer die sich im Meer wohl fühlen und, und nicht in hohen Wellen surfen möchten, brauchen auch kein Apnoetraining.

 

 

Apnoetraining

Apnoetraining sollte man zu Beginn trocken üben, ohne zu tauchen. Wichtig ist ein Gefühl für die eigenen Fähigkeiten beim Luftanhalten zu entwickeln, bevor man dies im Wasser umsetzt. Hat man Lust zu tauchen, sollte man dies immer zu zweit üben.

Eure Grenzen sollten aber immer nur im trockenen trainiert werden. Bleibt im Wasser beim Tauchen bei max. 80% eurer Leistungsfähigkeit um Unfälle zu vermeiden!

 

Verschiedene Trainingsansätze

 

Der mehrfache Weltrekordler Herbert Nitsch meinte sehr simpel:

 

1. Luftanhalten lernt man durch Luftanhalten!

 

Sein Apnoetraining bindet Herbert Nitsch in die täglichen Handlungen mit ein. Ob er nun beim Joggen immer wieder Apnoe ( bs zu 1 min.) trainiert, oder beim Fernsehen versucht ausgeatmet den Atem so lange es geht anzuhalten, Hierbei wird der Organismus und jede Zelle unseres Körpers an den Sauerstoffentzug gewöhnt.

Herbert Nitsch wird eine enorme mentale Stärke nachgesagt, er kann innerhalb kürzester Zeit ohne besondere Übungen seinen Organismus mental perfekt auf einen Tauchgang vorbereiten.

 

Wer diese Fähigkeit nicht von Natur aus mitbringt sollte seine mentalen Fähigkeiten stärken.

Da gerade das Gehirn beim Denken sehr viel Sauerstoff verbraucht, ist es wichtig dieses Denken zu beruhigen und die Denkarbeit des Gehirns zu reduzieren. Die Ruhe der Gedanken bringt mindestens soviel wie das Atemtraining!

 

2. Pranayama Yoga

Um Apnoetraining mit mentalem Training optimal zu verbinden trainieren viele andere Weltklasse Apnoetaucher zuzsätzlich noch Pranayama Yoga.

 

In den fernöstlichen Philosophien ist gerade dieses Ego, das falsche Veständniss vom Selbst, für unseren nicht aufhören wollenden Gedankenfluss mit den damit einhergehenden Problemen verantwortlich.

 

Hier wird der Atem auch als Mittler zwischen Psyche ( mental) und Physis gesehen:

Ist der Atem ruhig, sind auch unsere Gedanken und Gefühle ruhig.

Überkommen uns intensive Gefühle, wird es nicht möglich sein ruhig zu atmen.

Aber, trainieren wir einen ruhigen Atem, wird dies nur möglich, wenn sich auch unser Geist beruhigt.

 

Auch in unserer Kultur wissen wir von diesen Abläufen: " Atme erstmal tief durch" diesen Ausspruch hat wohl jeder von uns schon einmal zu hören bekommen.

Atemtraining im Freediving

 

Das Atemtraining unterscheidet mehrere Faktoren:

 

1. den Atemreiz trainieren und hinauszögern.

2. die Sauerstoffaufmahme im Blut zu erhöhen

3. das Lungenvolumen zu trainieren

 

1. Atemreiz trainieren

Den Atemreiz kann natürlich auch geübt werden indem man übt die Luft so lange wie möglch mit eingeatmeter Luft anzuhalten. Hierbei kommt man aber immer erst nach 1 - 5 min. an den kritischen Moment wo der Atemreiz einsetzt.

Mit ausgeatmeter Luft zu trainieren erhöht den Trainingseffekt um den Atemreiz zu trainieren!

 

Übungen

- spezielle Pranayama Übungen verbinden sehr gut das Training des 1. Atemreizes und 2. erhöhen zugleich die Sauerstoffaufnahme. Zudem sind gerade Pranayama Atemtechniken perfekt um mit dem Training das Lungenvolumen zu steigern und mentale Ruhe zu schulen!

 

2. Sauerstoffaufnahme erhöhen

Die meisten Menschen atmen nicht richtig!

Männer neigen zur Brustatmung, Frauen atmen eher aus dem Bauch, allgemein ist die Atmung bei den meisten Menschen nicht tief genug.

Gerade der mangelnde Luftaustausch in denunteren Lungen führt dazu, das wir ständig 20 - 30" alte Luft in unseren unteren Lungen tragen.

Allein schon das sehr tiefe ein- und besonders das ausatmen können so unseren Sauerstoffgehalt im Blut erhöhen.

 

Bauchatmung

Setzt euch aufrecht mit gerader Wirbelsäule hin und trainiert zu Beginn die Bauchatmung

Ausatmen: der Bauch wird eingezogen

Einatmen: nur der Bauch wird nach außen gewölbt

 

Vollständige Apnoe/ Pranajama Atmung

- setzt euch wieder aufrecht hin und beginnt mit dem Ausatmen in der Bauchatmung

- nach dem vollständigen ausatmen und dem vollständigen einziehen des Bauches

- beginnt jetzt erneut das einatmen mit dem Bauch.

- füllt den Bauch nicht ganz mit Luft, damit die jetzt folgende Brustatmung noch kraftfoller wird.

- atmet so tief es geht in die obere Brust

- ausatmen beginnen wir wieder von oben in der Brust

- haben wir aus der Brust ausgeatmet geht es mit der Ausatmung des bauches fließend weiter.

 

Trainiert zuerst die Bauchatmung befor ihr euch an die vollständige Atmung herangeht.

Lungenvolumen

Das Lungenvoluen trainiert man über die Jahre hinweg bei allen Apnoeübungen, bei denen das intensive einatmen und ausatmen im Vordergrund steht. Durch das Training der Muskulatur um die Lungen herum, wird es möglch immer mehr Platz für die Lungen zu schaffen. Auch spezielle Übungen um das Zwerchfell zu trainieren sind sehr hilfreich den Lungenbereich nach unten mehr Elastizität und Platz zu geben.

Dieses Zwerchfell/ Bauchatmungstraining ist sehr zudem sehr Gesund für unseren Magen/ Darmtrakt!

 

Mentales Training und Entspannung im Freediving

Die Entspannung unserer Muskeln sowie die Entspannung unserer Gedanken haben genauso große Auswirkungen auf unsere Apnoeleistung wie die Atemübungen in Punkt 1. + 2. + 3.

Die Entspannung der Muskeln und der Gedanken gehören eng zusammen. So wie der Atem bei mentaler Anspannung nicht ruhig sein wird, so werden sich die Gedanken nicht entspannen wenn die Muskeln verspannt sind.

 

Denken

Im der westlichen Kultur wird sehr viel Gewicht auf den Intellekt und das Denken gerichtet.

Richtig verstanden solllte eine mentale Schulung daraufhin ausgerichtet sein, den Verstand wie ein Werkzeug zu benutzen. Wir benutzen ihn wenn wir ihn brauchen, wenn nicht wir einfach nur

wahrgenommen ( möglichst ohne sofort wieder zu denken was dort wahrgenommen wird).

 

Die meisten Menschen können aber nur denken, das Werkzeug aus den Händen legen wurde nie gelernt.  Und genau dies ist wahre mentaler Stärke.

 

Ein paar Meter unter Wasser kann dir diese Fähigkeit helfen, nicht in Panik zu geraten, und natürlich auch um einfach weniger Sauerstoff durch den Denkprozess zu veschwenden. Beides kostet viel Luft: Panik und Denken. Auch diese beiden gehören natürlich zusammen: Wer weniger denkt bekommt weniger Panik!

 

Gerade diese Mischung aus körperlichen- und psychischen/ mentalen Fähigkeiten machen das Apnoetraining so interessant. Die positiven Auswirkungen sind so auch auf körperlicher/ mentaler und psychischer Ebene gleichsam verteilt. Als Apnoetaucher wird es schwer einen Burn out zu bekommen!

 

Versucht einmal angestengt über ein Thema nachzudenken und dabei eure Gesichtsmuskeln komplett zu entspannen. Denken geht besser mit angestrengter Stirn & Denkfalte!

 

Körper und Geist

- genau das ist unsere erste Übung: Versucht beim Apnoetraining eure Gesichtsmuskulatur vollkommen zu entspannen

- spürt ihr die Entspannung im der Gesichtsmuskulatur und vielleicht schon eine Beruhigung der Gedanken

versucht die Muskelentspannung auf den Nacken/ Schulterbereich auszuweiten

- zur Unterstützung konzentriert euch sehr entspannt auf einen Punkt ( Leiter im Schwimmbad, Blume im Zimmer etc.) oder auf die Ausdehnung der Lungen.

Je nachdem ob ihr euren Fokus lieber nach außen oder nach innen richtet. Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich!

 

Geist

- versucht so langsam und so ruhig wie möglch zu atmen. Ihr soltet im Idealfall euren Atem nicht mehr hören, der Atem sollte rund und harmonisch ohne rythmische Unregelmäßigkeiten sein. Die Konzentration liegt bei dieser Übung nur beim ein und ausatmen.

Versucht mit ein wenig Übung doppelt so langsam auszuatmen wie einzuatmen.

 

Tauchen ist eine Reise in die Unterwasserwelt, Apnoetauchen ist eine Reise zu sich selbst!

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