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Brechende Wellen, Waschgänge & Wipe outs

Falls im Line up die Leash reißt, sollte jeder Surfer auch in der Wellenhöhe schwimmen können, um wieder an Land zu kommen.

 

Könnt ihr gut schwimmen und habt Erfahrung beim Baden im Meer? Dann braucht ihr euch bei den Wellenhöhen in denen ihr schwimmen könnt, auch keine Gedanken um die Sicherheit beim surfen machen.

 

Fühlt ihr euch unsicher? Dann surft zu Beginn an Sandstränden über den stehtiefen Sandbänken um euch an Wellen und Meer zu gewöhnen, und lest diesen Artikel!

 

 

Die brechende Welle

Unangenehm für Surfer ist die brechende Welle. Im Weißwasser der gebrochenen Welle kann man schlecht schwimmen und nicht atmen. Man befindet sich im Centrum der Welle wo sich die gesamte Energie entlädt.

Besser man macht nicht viel, bis die Welle langsam ihre Kraft verliert und man die Kontrolle über die eigenen Schwimmbewegungen wieder erlangt.

 

Wenn eine Welle bricht wird ihr Weißwasser ungefähr 1/3 - 1/2 der Wellenhöhe auch unter der Wasseroberfläche aktiv. Das bedeutet bei einer 3 m hohen Welle wird das Weißwasser  ca. 1 - 1.5m unter die Wasseroberfläche drücken.

 

Wipe outs + Übungen

Bei Take offs in der grünen Welle passiert es immer wieder das man stürzt. Von der brechenden Welle werdet ihr mit Board nach vorne geschleudert.

 

Wem das springen vom 3 m Brett Spaß macht, wer schwimmen und tauchen kann, dem werden auch diese Wipe outs ( Stürze von der Welle) Spaß machen.

 

Wer sich beim eintauchen ins Wasser noch die Nase zuhalten muß, wird vielleicht mit der Situation überfordert sein.

 

Um dies zu üben könnt ihr Köpfer vom Sprungbrett üben.

 

So habt ihr die Fähigkeit, bewußt und aktiv einzutauchen um z.B. tief abzutauchen wenn die Welle hoch ist, bzw. sehr flach einzutauchen wenn die Sandbänke, das Riff flach unter der Wasser liegen.

Tauchtechniken beim Paddeln in den Line up

Die Tauchtechniken ( Eskimorolle auf Longboards oder der Duckdive auf Shortboards) werden solange angewendet bis wir es mit den Tauchtechniken nicht mehr weit genug unter Wasser kommen um dem Weißwasser zu entgehen.

 

Ab einer gewissen Wellenhöhe ist es einfach leichter ohne Board tief abzutauchen.

Die Regel: lasse nie dein Board los, gilt bei 1 - 2.5m Höhe.

 

Bei größeren Wellen sollte man grundsätzlich beim hinauspaddeln damit rechnen, das der Vordermann sein Board verliert, wenn direkt vor ihm die Welle bricht.

 

Selbst wenn er nicht mit Absicht das Board loslässt, kann es beim Duckdive immer passieren das er nicht tief genug unter das Weißwasser kommt.

 

In dem Fall bekommt ihr das Board und den Surfer ab!

Abtauchen ohne Board

Sind die Wellen so groß, das ihr mit den Tauchtechniken nicht mehr tief genug unter das Weißwasser der gebrochenen Welle kommt, springt vom Board ab, und taucht unter der Welle durch.

Taucht tief ab und haltet eure Augen geöffnet um zu schauen wie tief das Weißwasser unter Wasser zieht und ob ihr tief genug seid.

Falls ihr nicht tief genug taucht, ist auch diese Info wichtig, um sich mental auf den bevorstehenden Waschgang vorbereiten zu können.

Hier erkennt man sehr schön wie die Schwimmer unter dem Weißwasser durchtauchen. Im grünen Wasser hat der Schwimmer oder Surfer die Kontrolle,

einen halben Meter höher und die 3 Schwimmer hätten die Kontrolle im Weißwasser der gebrochenen Welle verloren.

 

 

Waschgänge in der gerochenen Welle

Das Ziel ist es den brechenden Wellen durch abtauchen zu entfliehen. Wenn es einen dann doch erwischt, das Richtige zu tun um möglichst ohne großen Konditionsverlust aus der brechenden Welle wieder ins grüne Wasser zu gelangen.

 

Richtiges Verhalten setzt jetzt voraus, sich über die Ziele im klaren zu sein:

 

1. Will ich so schnell wie möglich an Land weil ich keine Kraft mehr habe?

Rollt euch zu Beginn des Waschgangs zusammen ( man kann auch kurz die Knie mit den Händen greifen).

Sobald der Waschgang etwas entspannter wird, macht euch wieder groß um dem Weißwasser möglichst viel Angriffsfläche zu bieten damit ihr möglichst weit zum Strand mitgenommen werdet.

Manchmal schafft man es im richtigen Moment sich zum Bodysurfen zu strecken und die Welle so noch zu nutzen. Sofort wieder aufs Board legen und die nächste Weißwasserwelle zum Strand nehmen.

 

Wollt ihr bei hohen Wellen nur noch an den Strand, legt euch etwas weiter hinten aufs Board, paddelt ein paar Züge an und greift kurz bevor die Weißwasserwalze kommt, das Board vorne an den Kanten ( Rails)

 

2. Will ich so schnell wie möglich wieder in den Line up zurückpaddeln?

Roll dich beim Waschgang zusammen und versuche, sobald du ein Gefühl von Kontrolle bekommst aus der Weißwasserwalze tief abzutauchen. 

 

Ein guter Anhaltspunkt: Dort wo es dunkel ist ist unten! Dort willst du hin. Dort ist das grüne Wasser was dir die Kontrolle beim Tauchen gibt. Tauche gegen die Strömungsrichtung, da ist der Line up.

 

Mache dich darauf gefasst, nach dem auftauchen nur wenige Atemzüge zu haben bevor die nächsten Wellen vor dir bricht.

 

Habt ihr die Orientierung während des Waschgangs komplett verloren und die Luft wird knapp, greift die Leash am Fußgelenk und zieht euch an der Leash nach oben.

Das Board schwimmt immer oben!

 

Wipe out

Bei einem Wipe out hat der Surfer meist die Welle beim Take off nicht richtig eingeschätzt, und diese zu Steil genommen, bzw. in dem Moment genommen wo die Welle schon zu brechen drohte.

 

Bei dem folgenden Sturz samt Board ins Wellental, versucht als ersten vom Board weg zu kommen, wenn ihr noch die Reaktion dafür aufbringt.

 

Während des Fallens solltet ihr euch wieder intuitiv oder geplant über eure Ziele im klaren sein, und diese in Einklang mit den gegebenen Bedingungen wie Wassertiefe, Wellenhöhe, Sandbänke oder Riffe bringen.

 

1. Zurück in den Line up

Versucht direkt nach dem Wipe out so ins Wasser einzutauchen, das ihr den Schwung des Sturzes ausnutzt, um zu Beginn tief, dann nach draußen taucht. Das geht natürlich nur, wenn die Sandänke oder Riffe tief gunug unter Wasser liegen.

 

2. Zurück an Strand

Fallt möglichst flach, um dem Weißwasser viel Angriffsfläche zu bieten oder versucht mit eurem Körper in Richtung Strand einzutauchen. Holt tief Luft und bereitet euch darauf vor ein paar Sekunden keine Kontrolle mehr über eure Schwimmbewegungen zu haben.

Deshalb: Tut gar nichts und spart eure Kräfte

 

-Sind die Wellen entspannt, macht euch so groß wie möglich, um vom Weißwasser möglichst weit mitgenommen zu werden.

- sind die Wellen kraftvoll, rollt euch etwas zusammen und versucht mit leichter Körperspannung etwas für Ruhe im Waschgang zu sorgen. Versucht nicht gegen diese Kräfte anzugehen.

 

Im Zweifel tut nichts! 

 

Surfen in hohen Wellen

Dieser Artikel richtet sich an alle die ihre Grenzen in größeren Wellen ausreizen möchten. Ob nun ein Freizeitsurfer sich an 2 m hohe Wellen herantasten möchte oder der erfahrende Surfer in 5 m Wellen überleben möchte, es sind die gleichen Prinzipien und Übungen die euch helfen das nächste Level zu erreichen.

 

Um so größer die Wellen werden, umso älter werden die Spitzensportler! 

Ältere Spitzensurfer bringen einfach mehr Erfahrung mit und haben gelernt sich selbst einzuschätzen.

 

Wer schon das eine oder andere Mal in großen Wellen wegen einem Flüchtigkeitsfehler um sein Leben geschwommen ist, wird das nächste Mal cleverer.

 

Zudem wächst die Zuversicht es doch immer wieder geschafft zu haben. Alle Big Wave Surfer aber auch viele Freizeitsurfer die ihr Level immer wieder ausreizen, können von ebensbedrohlichen Waschgängen berichten.

 

Genau diese Gewissheit kann in Extremsituationen die nötige Gelassenheit geben um unter Wasser die Ruhe zu bewahren, auch wenn man denkt es geht nicht mehr!

 

Ein Beispiel

Da hat man es endlich nach hartem Kampf nach draußen in den Line up geschafft und zufällig kommt direkt eine traumhafte Welle.

Noch kaputt vom paddeln in den Line up  wird die Welle angepaddelt. Die Kraft fehlt, der Take off wird versaut,und wenn kein Wipe out kommt, hat man jetzt super Chancen,nicht mehr rechtzeitig zuück in den Line up zu paddeln.

(Große Wellen kommen meist als Set mit 5 - 10  Wellen auf die Küste zugelaufen, die vorletzte Welle im Set ist oft die Größte. 

Wellen aus einem Set brechen weiter draußen, zudem liegt man jetzt, durch das anpaddeln und den Take off Versuch, weiter in der Impact Zone).

 

Auch dieser Klassiker passiert erfahrenden Surfern nicht mehr. Da wird eher mal ein ganzes Set ausgelassen um nach dem paddeln zu regenerieren.

 

Wenn Wellen genommen werden, dann grundsätzlich die letzten aus einem Set, und wenn das Timing beim anpaddeln/ Take off nicht stimmt, wird auch mal abgebrochen.

 

Was können wir davon lernen?

Lasst euch in höheren Wellen mehr Zeit

 

Nehmt gründsätzlich nicht die ersten Wellen aus einem Set

 

Geht nicht erst aus dem Wasser wenn nichts mehr geht, sobald Kondition und Schnellkraft schwinden bringt es nichts mehr, spätestens wenn ihr beginnt zu frieren geht aus dem Wasser!

 

 

Vor dem surfen setzt euch länger als sonst an den Strand und checkt den Spot

 

Wo sind die Kanäle?

 

Wohin zieht die Strömung?

 

Wo wird mich das Weißwasser wieder ausspucken wenn ich es nicht schaffe hinauszupaddeln, bzw. einen Wipe out beim Take off habe?

 

Wie weit draußen brechen die großen Wellen, gibt es Anhaltspunkte 

( andere Surfer, Landmarken etc.) wo sich der Line up auf dem Wasser befindet ?

 

Wie lange Zeit ist in den Setpausen um in den Line up zu paddeln und wie sieht bei kurzen Setpausen die Taktik aus?

 

Bin ich mir sicher, auch schwimmend wieder das Ufer zu erreichen?

 

Bin ich fit genug für längere Tauchphasen in den brechenden Wellen?

 

Neue Spots sollte man erst einmal bei einer sicheren Wellenhöhe kennenlernen.

Die beste Vorbereitung für das surfen in hohen Wellen

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